NACHRICHTEN  &  AKTIVITÄTEN

 

 

 

Erfolgreiche Uraufführung vom "Froschkönig"

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Mehr als 50 erwartungsvolle Kinder des FRÖBEL-Kindergartens Cottbus-Süd erlebten am 30.11.2021 die Uraufführung des musikalischen Märchens "Der Froschkönig", Text von Konstanze Schröder nach einer Vorlage der Gebrüder Grimm mit Musik von Bernd Weinreich, und freuten sich, dass am Ende der Frosch zum Prinzen wurde und die Prinzessin heiratete. Konstanze Schröder, Violine/Erzählerin, und Sarah Smith, Akkordeon, ließen nicht nur alle Märchenfiguren lebendig werden, sondern sangen mit den Kindern auch vorweihnachtliche Lieder und für einige ganz Interessierte stellten beide nach der Vorstellung ihre Instrumente vor. Es gab sehr viel Applaus und eine Einladung, auch im kommenden Jahr wieder ein Märchen vorzustellen.

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Weitere Aufführungen fanden am 2.12. / 3.12. und 13.12.2021 statt.

Foto: Bernd Weinreich    

 

      RÜCKBLICK AUF DEN 47. COTTBUSER MUSIKHERBST


 

Nachdem der Musikherbst 2020 coronabedingt ausfallen musste, haben im diesjährigen Musikfest deutscher und sorbischer Komponisten der Lausitz insgesamt acht Konzertveranstaltungen in Cottbus, Madlow, Burg/Spreewald und Großräschen stattgefunden. Weitere vier Konzerte wurden in Kindereinrichtungen der Stadt sowie in der AWO Seniorenbegegnungsstätte Cottbus jeweils mit der Uraufführung des musikalischen Märchens "Der Froschkönig" nach einer Vorlage der Gebrüder Grimm, Text Konstanze Schröder/Musik Bernd Weinreich, durchgeführt. Ein Gesprächskonzert und das Abschlusskonzert konnten wie auch in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Deutschen Chopin-Gesellschaft e.V. (5.10.2021) und dem Brandenburgischen Verein Neue Musik e.V. (23.11.2021) veranstaltet werden. Durch die angeordneten Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden alle Veranstaltungen unter den jeweils geltenden Bestimmungen (reduzierte Platzzahl, Kontrolle der Impfnachweise, Teilnahmenachweis) organisiert. An den Konzertveranstaltungen 2021 nahmen insgesamt 572 Zuhörer, davon 111 Kita-Kinder teil. Coronabedingt wurde somit eine Auslastung von 59,0 % erreicht. Das hohe künstlerische Niveau aller mitwirkenden Solisten und Ensembles trug maßgeblich zum Erfolg des Festivals bei. Hervorzuheben sind dabei die überaus engagierten Interpretationen der Uraufführungen. Der rbb - Studio Cottbus - hat das Abschlusskonzert aufgezeichnet, um Ausschnitte davon im sorbisch-wendischen Programm zu senden.

 

Im diesjährigen Musikherbst erklangen insgesamt 33 Werke Lausitzer Komponisten, davon 12 Uraufführungen. Die Konzerte wurden dankenswerter Weise durch die Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH, die Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG, die Stadtwerke Cottbus, die Sparkasse Spree-Neiße und die MILAN Geoservice  GmbH Spremberg finanziell unterstützt. In einem gemeinsamen Projekt mit dem Landesblasmusikverband Brandenburg e.V. haben Berufs- und Amateurmusiker in Konzerten in Cottbus, Großräschen, Burg/Spreewald und Madlow 14 Werke Lausitzer Komponisten, davon acht Uraufführungen, dem Publikum vorgestellt. Als Mitveranstalter trugen die Ev. Kirchengemeinden in Cottbus (Lutherkirche), Madlow (Martinskirche), Burg/Spreewald und Großräschen (Marktkirche) gleichermaßen zum Gelingen des Festivals bei.

Allen Sponsoren und Förderern gilt unser herzlicher Dank !


 

Temperamentvolles Eröffnungskonzert

 

Mit einem furiosen Konzert der Cottbuser Künstler (v.l.n.r.)Dan Baron (Gitarre), Lena Hauptmann (Gesang), Priscila Baggio Simeoni (Violine) und Karl Berkel (Tuba) im ausverkauften Foyer des Piccolo Theaters erlebten die Konzertgäste eine musikalische Reise durch die Welt. Im Mittelpunkt standen neben südamerikanischen Tangoklängen Musik aus Neuseeland und Frankreich sowie Werke der Lausitzer Komponisten Hans Hütten und Frank Petzold.

 

Mit einem wirkungsvollen Medley brasilianischer Musik verabschiedeten sich die vier Künstler des Duos "Kapris" und "LeDazzo". Lang anhaltender Beifall bestätigte ihr meisterliches Musizieren. Damit erlebte der 47. Cottbuser Musikherbst eine würdige Eröffnung.

  

Foto: Bernd Weinreich

 

 


 

Leidenschaftliches Kammerkonzert

 

Das Cottbuser Armonia Quartett mit Jana Jannaschk, 1. Violine, Anja Velea, 2. Violine, Uwe Jannaschk, Viola, und Dan-Constantin Velea, Violoncello, stellte am 17.10.2021 im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (ehem. DKW) Kompositionen der Klassik und Moderne vor. Umrahmt vom 1983 komponierten Streichquartett „Company“ des 1937 in Amerika geborenen Jazzmusikers Philip Glass und dem Streichquartett op. 18 Nr. 1 des erst 29jährigen Ludwig van Beethoven erklang Musik deutscher und sorbischer Komponisten der Lausitz. Von Jan Cyž aus Bautzen hatten die Musiker des Philharmonischen Orchesters des Staatstheaters Cottbus die Stücke „Der Schnaps“ („Palenc“) und „Die Mücken tanzen“ („Kuntworki hraja“) ins Programm genommen und ein Streichquartettsatz von Bernd Weinreich sowie die „Sorbischen Tänze“ von Jan Paul Nagel ergänzten den Block sorbisch-wendischer Musik. Nach den „Musikalische Eskapaden des Johann C.“ von Frank Petzold waren „Zwei Miniaturen für Streichquartett“ von Ulrich Pogoda und der „Tango Carola“ von Hans Hütten zu hören. Die große Leidenschaft der überaus engagiert Musizierenden übertrug sich schnell auf das Publikum, das mit anhaltendem Beifall eine Zugabe erbat. Ein erfüllender und inspirierender Konzertabend !

 

Armonia Quartett mit Dan-Constantin Velea, Jana Jannaschk, Anja Velea und

Uwe Jannaschk (v.l.n.r.)                                  Foto: Bernd Weinreich

     

 

Klangvolles Klarinettenquartett in Burger Kirche

 

Mit einem vielseitigen Programm gastierte das KLARINETTENQUARTETT BERLIN mit Florian Wild, Johanna Weihrauch, Emily Guerry und Björn Kunze (v.l.n.r.) am 7. November in der Ev. Kirche Burg (Spreew.). Dabei erklangen auch Werke von Markus Witzsche ("Klarinettenquartett Nr. 1", op. 6), Jan Cyž ("Palenc") und die Uraufführung "Drei Tänze für vier Klarinetten" von Frank Petzold in Anwesenheit der Komponisten.

 

Das Konzert in der Reihe "Musik aus alter und neuer Zeit" fand in diesem Musikherbst in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Burg (Spreew.) bereits zum 12. Mal statt. Dafür gilt besonder der Kantorin, Frau Lydia Budischin; ein besonders herzlicher Dank !

 

Foto: Bernd Weinreich

 
       

       
 

 

Vier neue Werke Lausitzer

Komponisten

 

In der Madlower Martinskirche stellte das TRIO VOCALIS neben Kompositionen von Wolfgang A. Mozart, Gustav Hähnel, Robert Muczynski und Ludwig van Beethoven auch das "Trio für Flöte, Oboe und Fagott" (2001) von Hans Hütten sowie Uraufführungen von Ulrich Pogoda ("Intermezzo rustico"), Jan Cyž ("časecy - tschaschwitz"), Bernd Weinreich ("Zwei Stücke für Holzbläser", op. 79) fand großen Beifall bei den Zuhörern in der Backsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert im Cottbuser Süden. Dazu trugen auch die engagierten Interpretationen der neuen Werke durch die Musiker des Philharmonischen Orchesters des Cottbuser Staatstheaters bei.

 

Foto: Bernd Weinreich

Das TRIO VOCALIS COTTBUS mit Dagmar Klauck (Flöte),

Alexander Muhr (Klarinette) und Bastian Brewing (Fagott)

stellte vier Uraufführungen vor

     

 


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"Musik im Herzen weilt"

zum Volkstrauertag 2021

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Mit einem vielseitigen Programm gedachten Komponisten, Musiker und Zuhörer am 14. November dem Volkstrauertag 2021 in der Lutherkirche. Das SOLISTENENSEMBLE COTTBUS (Konstanze Schröder, Violine, Martin Funk, Klarinette, Jacopo Cristiani, Fagott, Sarah Smith, Akkordeon) stellten dabei Werke aus fünf Jahrhunderten vor. Eindrucksvoll kombinierte Ulrich Pogoda sein "Szenario con passione" (UA) mit Bildern seiner Romreise. Das Finale des Konzertnachmittags mit der Komposition "Lud vik v.b." (UA) von Jan Cyž gab den Zuhörern Gelegenheit, eine akustische Reise durch das Schaffen Ludwig van Beethovens. Als dritte Uraufführung erklang der "Elegische Traum" für Violine, Klarinette und Fagott von Bernd Weinreich. Das Publikum bedankte sich bei den bestens musizierenden Solisten, die sich mit

dem "Tango Carola" von Hans Hütten bedankten.

 

Foto: Bernd Weinreich

 

 

 
 


EIN RÜCKBLICK AUF DAS "JAHR DES SAXOPHONS" 2019

GELUNGENE ERÖFFNUNG DES 46. COTTBUSER MUSIKHERBSTES

 

 

 

Mit einem furiosen Konzert des Saxophonquartettes "Blattwerk", Mitglieder des Musikvereins Vetschau e.V., wurde der 46. Cottbuser Musikherbst im Piccolo Theater Cottbus am 1. Oktober eröffnet. Marcel Bülow (der auch informativ und unterhaltsam moderierte), Kilian Schneider, Antje Schmidt und Heiko Schneider haben dem Publikum im vollbesetzten Piccolo-Foyer einen unterhaltsamen Abend mit Musik von Händel bis George Gershwin geboten. Ebenso erklangen Werke der Lausitzer Komponisten Jan Cyž und Hans Hütten, die für dieses Ensemble geschrieben und arrangiert wurden. Lang anhaltender Beifall war der Dank der Zuhörer für ein ganz besonderes Konzerterlebnis !

 

 

 

 

 

 

 

 

Saxophonquartett "Blattwerk" mit Marcel Bülow, Kilian Schneider, Antje Schmidt und Heiko Schneider (v.r.n.l.)

 

 

 

 

 

Foto: Bernd Weinreich

 


 

Glänzender Kammermusikabend

 

Das "Frankfurter Klaviertrio" mit Jung Won Seibert-Oh (Violine), Christian Seibert (Klavier) und Thomas Georgi (Violoncello) gastierte mit einem außergewöhnlichem Konzertprogramm im Rahmen der Reihe "Romantik - Moderne - Jazz", die gemeinsam mit der Deutschen Chopin-Gesellschaft e.V. im Cottbuser Kunstmuseum stattfindet. Dabei erklangen Werke von Leonard Bernstein, Fryderyk Chopin, Maurice Ravel, Karl-Heinz- Pick und Paul Schoenfield. Die Solisten des Abends überzeugten mit ihrer engagierten und musikantischen Interpretation der Kompositionen aus unterschiedlichen Epochen. Anhaltender Applaus mit "Bravo" waren Dank und Anerkennung der Musikfreunde dieses Abends.

 

Foto: Dr. Cornelia Weinreich

 
 

 

 

 

Jubiläumskonzert in Burger Kirche

 

Bereits zum 10. Mal fand in der Ev. Kirche Burg/Spreew. ein Kammerkonzert im Rahmen des "Cottbuser Musikherbstes" statt. In diesem Jahr stellte das "Solistenensemble Cottbus" (Konstanze Schröder, Martin Funk, Jacopo Cristiani, Sarah Smith (v.l.n.r.) unter dem Titel "Musik aus alter und neuer Zeit" Werke aus vier Jahrhunderten vor. Im Mittelpunkt standen Aufführungen der Lausitzer Komponisten Jan Cyž (UA), Frank Petzold (UA), Ulrich Pogoda, Hans Hütten und Bernd Weinreich

                                                                             

                                                                              

 

 

 

Foto: Bernd Weinreich

 

 
                        
 Fotos: Bernd Weinreich

 

Mit einem eindrucksvollen SONDERKONZERT haben der Gesangverein "Liederkranz" Groß Gaglow (Foto links) und die Solisten Konstanze Schröder (Violine) und Sarah Smith (Akkordeon) am 9. November dem Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren im Menschenrechtszentrum Cottbus gedacht.

Nach einführenden Worten von Herrn Dieter Dombrowski, Vorsitzender des Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., und dem Vorsitzenden und Intendanten des Vereins "Cottbuser Musikherbst" e.V., Herrn Prof. Dr.-Ing. Martin Neumann, MdB, erlebten die über 100 Zuhörer Chor- und Instrumentalmusik aus vier Jahrhunderten sowie Werke der Cottbuser Komponisten Frank Petzold und Bernd Weinreich. Die Besucher hatten im Anschluss an das Konzert Gelegenheit, die derzeitige Ausstellung zu erleben.

                                                                                                                                                                                                                      


 

 

 

 

 

 

Konzerte für die Jüngsten

 

Auch in diesem Jahr haben Konstanze Schröder (Violine) und Sarah Smith (Akkordeon) mit drei Aufführungen des musikalischen Märchens "Rumpelstilzchen" (Musik: Hans Hütten/Text: Konstanze Schröder nach einem Märchen der Gebrüder Grimm) in Cottbuser Kindertagesstätten 133 jungen Zuhörern Freude bereitet.

                                                                             

                                                                              

 

 

 

Foto: Bernd Weinreich

       

 

Das "Collegium musicum" unter der Leitung von Krzystof Switalski (Foto), die Sopranistin Marzena Michalowska und die Pianisten Manyu Chen,

Luca Josephine Schumann, Dieter Gericke und Jannis Ufer gestalteten das diesjährige Abschlusskonzert in der

Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus

Mit einem außergewöhnlichem Abschlusskonzert des Akademischen Orchesters der BTU Cottbus-Senftenberg, dem „Collegium musicum“, fand der diesjährige „46. Cottbuser Musikherbst“ in der Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus seinen Abschluss. Unter der musikalischen Leitung von Krzystof Switalski erklangen Werke von Hubert Kross, Detlef Kobjela und Hans Hütten. Als deutsche Erstaufführung erlebten die Zuhörer in der gut besuchten Kammerbühne darüber hinaus das einsätzige Werk für Sopran und Streichorchester (Solistin: Marzena Michalowska) „Something That Is Gone“ des polnischen Komponisten Janusz Stalmierski (geb. 1959) - ein sehr emotionales, berührendes Lied nach einem Gedicht von William Wordsworth über das Vergehen des Lebens und der Zeit. Von Jannis Ufer, 1. Preisträger des diesjährigen Kompositionswettbewerbes, erklang das beeindruckende Klavierstück „Die Kriegsmaschine“, von ihm selbst interpretiert. Klavierkompositionen von Ulrich Pogoda („Di sera a Roma“, eine gelungene Interpretation eines Abendspazierganges durch Rom) und Thomas Gerwin („BiPol I“) ergänzten das Programm. Der interessante Konzertabend klang mit der Uraufführung „Episoden II“ von Bernhard Reichenbach, Musikwissenschaftler, Publizist und langjährig als Pädagoge an der hiesigen BTU tätig, aus. Die dreisätzige Komposition („Mosaik I“, „Elegie“, „Mosaik II“) gefiel durch seine ausgesprochen klare Tonsprache, emotionale Tiefe - besonders im 2. Satz - und musikantische Ausstrahlung. Auch mit dieser Uraufführung überzeugten das „Collegium musicum“, verstärkt durch Philharmoniker aus Zielona Góra, und Krzystof Switalski am Dirigentenpult, mit Spielfreude, Herzlichkeit und werkgenauer Interpretation das Publikum. 

Fotos: Bernd Weinreich

                            

 

Jannis Ufer (li.), 1. Preisträger des diesjährigen Kompositionswettbewerbes des BVNM e.V. für Studierende und Absolventen der

BTU Cottbus-Senftenberg, stellte sein Klavierstück „Die Kriegsmaschine“ vor. Den Abschluss des Konzertabends bildete die

Uraufführung „Episoden II“ von Bernhard Reichenbach, Musikwissenschaftler, Publizist, langjährig als Pädagoge an der hiesigen BTU tätig,

und 1. Vorsitzender des "Instituts für Forschung und Förderung des Lausitzer Musikschaffens" (IffLM)

 

 

46. COTTBUSER MUSIKHERBST

Ein Resümee

   Zum „Jahr des Saxophons“ eröffnete das Saxophonquartett „Blattwerk“ (Marcel Bülow, Antje Schmidt, Kilian Schneider, Heiko Schneider) im Eröffnungskonzert am 1. Oktober im Piccolo Theater Cottbus den diesjährigen "Cottbuser Musikherbst". Unter dem Titel „Spirituals, Traditionals, Filmmelodien …und mehr !“ präsentierten die vier Musiker des Musikvereins Vetschau e.V. bekannte und weniger bekannte Titel der Genres Musical, Folkmusic und Coversong. Kammermusikalische Veranstaltungen fanden in Burg und Vetschau mit dem Solistenensemble Cottbus (Konstanze Schröder, Martin Funk, Jacopo Cristiani, Sarah Smith), in Reuden mit einem Solistenkonzert von Konstanze Schröder (Violine) und Sarah Smith (Akkordeon) und in der Martinskirche Madlow mit dem Posaunenquartett „Tagesform“ (Torsten Donath, Maik Fraedrich, Guido König, Frank Knispel/Moderation: Hellmuth Henneberg) statt. In der Dorfkapelle Sergen waren „Klänge der Welt“ mit dem beiden Duos „Kapris“ (Johannes Müller, Karl Berkel) und „LeDazzo“ (Lena Hauptmann, Dan Baron) zu hören und das Blasorchesterkonzert des Musikvereins Vetschau (Leitung: Frank Kornauke) bot einen unterhaltsamen Nachmittag mit „Konzertanten Bläserklängen“ im Bürgerhaus „Kurmärker“ Großräschen. Zu Ehren des im vergangenen Jahr verstorbenen sorbischen Komponisten, Musikwissenschaftlers, Dramaturgen und Pädagogen Detlef Kobjela gastierte das Sorbische National-Ensemble Bautzen mit einem Gedenkkonzert in der Kammerbühne des Cottbuser Staatstheaters. In allen aufgeführten Programmen erklangen neben Kompositionen der letzten fünf Jahrhunderte immer auch Ur- und Erstaufführungen deutscher und sorbischer Komponisten aus der Lausitz.

   Mit dem Programm unter dem Titel „Romantik – Moderne – Jazz“, das wieder in Zusammenarbeit mit der Deutschen Chopin-Gesellschaft e.V. im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst stattfand, ehrte das „Frankfurter Klaviertrio“ (Jung Won Seibert-Oh, Christian Seibert, Thomas Georgi) den polnisvchen Komponisten Fryderyk Chopin aus Anlass seines 170. Todestages mit der Aufführung seines selten gespielten Klaviertrios und den Leipziger Komponisten, Pianisten, Mitbegründer und Präsidenten der Deutschen Chopin-Gesellschaft e.V., Karl-Heinz Pick, zum 10. Todestag mit der Cottbuser Erstaufführung seines Klavierzyklusses „Trois pièces pour piano“. Daneben waren Werke der Weltmusiker Leonhard Bernstein und des 1947 in Detroit geborene Pianist und Komponist Paul Schoenfield zu erleben. Ein überaus emotionales Sonderkonzert aus Anlass „30 Jahre Mauerfall“ fand am 9. November im vollbesetzten Versammlungsraum des Menschenrechtszentrums Cottbus statt. Der Gesangverein „Liederkranz“ Groß Gaglow (Leitung: David Vogel) und die beiden Solistinnen Konstanze Schröder (Violine) und Sarah Smith (Akkordeon) erinnerten mit Chor- und Instrumentalmusik unter dem Motto „Die Gedanken sind frei“ gemeinsam mit dem Zeitzeugen Raimund August, der hier von 1953 bis 1958 inhaftiert war, an diesem historischen Ort an die Ereignisse von 1989. Im Präsentationskonzert des Kompositionswettbewerbes, den der Brandenburgische Verein Neue Musik wieder im Rahmen des „Cottbuser Musikherbstes“ für Studierende an der BTU Cottbus-Senftenberg veranstaltete, wurden im Konzertsaal des Campus Sachsendorf Uraufführungen von Claudio Gutarra („Fantasie e-Moll“ für Gitarre), Jannis Ufer („Die Kriegsmaschine“) und Felix Preußmann („Maestoso“ für Trompete und Klavier) vorgestellt. Eine Fachjury und das anwesenden Publikum nominierten Jannis Ufer mit dem Klavierstück „Die Kriegsmaschine“ zum 1. Preisträger. Seine Komposition erklang nochmals im Abschlusskonzert des diesjährigen Musikfestes.

   Im Musikherbst 2019 konnten in insgesamt 14 Konzerten in Cottbus, Burg, Sergen, Großräschen, Vetschau und Reuden 1.160 Konzertbesucher Werkaufführungen der Lausitzer Komponisten Jan Cyž, Thomas Gerwin, Frank Petzold, Ulrich Pogoda, Hans Hütten, Detlef Kobjela, Bernhard Reichenbach, Bernd Weinreich, Felix Preußmann, Claudio Gutarra und Jannis Ufer erleben. Damit wurde eine Auslastung von 81,8 Prozent erreicht. In drei Veranstaltungen in Cottbuser Kindertagesstätten haben 128 junge Zuhörer die Aufführung des musikalischen Märchen „Rumpelstilzchen“ von Hans Hütten/Konstanze Schröder begeistert aufgenommen. Der „Cottbuser Musikherbst“ als bundesweit bedeutendstes Festival vornehmlich mit Werken deutscher und sorbischer Komponisten der Lausitz wurde auch in diesem Jahr wieder mit großer Unterstützung kommunaler und regionaler Förderer und Sponsoren organisiert.

Bernd Weinreich

 

 
NEUER VORSTAND

 

Die Mitglieder des Vereins "Cottbuser Musikherbst" e.V. wählten am 21. Januar 2019 Herrn Prof. Dr.-Ing. Martin Neumann, MdB, zum neuen Vorsitzenden. Frau Konstanze Schröder wurde als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Der Cottbuser Musikwissenschaftler und Komponist Bernd Weinreich, der den Verein seit 2006 leitete,

hat diese Funktion auf eigenen Wunsch abgegeben.

 

                                                                         

DER COTTBUSER MUSIKHERBST ist deutschlandweit das einzige überregionale Festival, in dem deutsche und sorbische Musik im Mittelpunkt stehen. 1966 als Musikfest des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler im damaligen Bezirk Cottbus gegründet, konnte es sehr bald eine große Ausstrahlung erreichen, wurde zum Podium der in der Lausitz ansässigen Komponisten und Interpreten und setzte maßgebliche Akzente im Musikschaffen der Region. In den Folgejahren trugen Aufträge an deutsche und sorbische Komponisten dazu bei, dem Cottbuser Musikherbst das Profil des wichtigsten zeitgenössischen Musikfestivals zu geben. Im Zeitraum von ungefähr sechs Wochen, immer am 1. Oktober, dem „Weltmusiktag“, beginnend, wurden bis zu 70 Konzerte und andere Veranstaltungen, Komponistenporträts, Opernabende und Konzerte für das Vorschulalter organisiert.

Unter der Intendanz des Cottbuser Komponisten und Musikwissenschaftlers Bernd Weinreich hat sich der Cottbuser Musikherbst in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Ereignis im Kulturkalender der Region entwickelt. Für die deutschen und sorbischen Komponisten und Interpreten sind die jährlichen Konzerte im Rahmen dieses Festivals zum Höhepunkt ihres Bemühens geworden, interessierten Musikfreunden Einblick in das Musikschaffen unserer Zeit zu geben. Für die Durchführung des Musikfestes, das der Verein „Cottbuser Musikherbst“ neben anderen Projekten konzipiert und betreut, ergaben sich im für 2017 einige Änderungen, die vornehmlich Planung und Organisation betreffen. Mit Übernahme der Intendanz durch Prof. Dr.-Ing. Martin Neumann gingen aber keinerlei konzeptionelle und inhaltliche Veränderungen einher. Damit bleibt der Cottbuser Musikherbst auch weiterhin ein bedeutendes überregionales Festival zeitgenössischer Musik deutscher und sorbischer Komponisten und Interpreten.

Bernd Weinreich

Vorsitzender des Vereins

„Cottbuser Musikherbst“ e.V.

 
 

    

Wir danken allen Förderern, Sponsoren und Spendern für die finanzielle Unterstützung unseres Musikfestes ganz herzlich!